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Erik als Orgelbauer?

Alle Diskussionen, Vermutungen etc. über den Menschen/die Figur Erik im Allgemeinen hierher

Moderator: Operaghost

Eriks Orgel

Beitragvon la mort-aux-rats » 21.04.2007, 15:49

Erik hat eine Orgel im Unterbau der Oper stehen - da sind sich beinahe alle Versionen einig. Ich gehe mal davon aus, es soll sich um eine Pfeifenorgel handeln, denn Leroux schreibt an einer Stelle, die Musik sei wie ein Donner erklungen. Und genau das ist ein Problem, finde ich. Eine Orgel in einem Gewölbe ist LAUT. Wie wahrscheinlich ist es wohl, dass jemand ein solch "lautstarkes" Instrument in seinem Versteck aufbaut, der nicht gefunden werden will? Besser kann man doch gar nicht schreien "hier bin ich", als eine Orgel im Unterbau zu spielen, oder? Das muss man eigentlich hören... und zwar im halben Opernhaus. Hat Leroux mal wieder "zugeschlagen" und herumphantasiert? *Ich* würde jedenfalls keine Orgel haben wollen als Phantom wenn ich unentdeckt bleiben wollte.
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Beitragvon sashayesha » 21.04.2007, 17:52

Naja, nur weil man eine Orgel rumstehen hat (und die Königin der Instrumente gehört in einen guten Musikfreakhaushalt:-D), muss man ja noch nicht drauf spielen. Und angesichts seiner feinen Ohren, wir Erik wohl allerhöchstens pianstes pianisissimo (sofern man eine Orgel piano/issimo spielen kann) gespielt haben. Das wiederum hätte man außerhalb seiner Wohung sicher kaum gehört.

Was ich mir auch vorstellen kann, ist, dass Erik seine Bude nicht nur gut gegen Kälte und Nässe, sondern auch gegen Schall isoliert hat. Da gabs zwar zu seiner Zeit noch nicht so wirklich Hightechmethoden, aber so ein bisschen Dämpfung war sicher möglich. Ob das reichen würde, um eine brüllende Orgel akustisch wegzuixen, bleibt natürlich fraglich, aber s.o.
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Beitragvon la mort-aux-rats » 21.04.2007, 19:19

Uff, gute Frage, ich bin auf dem Gebiet der Orgel auch absoluter Laie, aber ich meine mich dunkel zu erinnern aus meinem damaligen Musikunterricht, dass man bei einer Orgel anders als beim Klavier eben nicht durch den Anschlag die Klangfarbe und die Lautstärke beeinflussen kann... Hallo? Ist hier jemand, der weiß, ob man eine Orgel auch leise spielen kann?
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Beitragvon la mort-aux-rats » 21.04.2007, 19:44

*lol* Ich wollte gerade mal recherchieren, wie laut so eine Pfeifenorgel überhaupt ist und fand in einem Orgelmagazin folgenden Artikel:

Wettstreit zwischen acht (!) Kampfflugzeugen und Orgel: Orgel siegte

Mit Bach durch die akustische Schallmauer

Ohrenärzte aufgepaßt: Oben genanntes ist im Prinzip und theoretisch möglich - wenn es um die reine Lautstärke geht. Organisten und Orgelbauer als Stammklientel denkbar! Den Wettstreit zwischen acht F16-Fightern und einer friesischen Orgel in Britsum (NL) initiierten die Macher eines EU-Projektes, die den Einfluss von Schallschwingungen auf historische Gemäuer untersuchten. Können Flugzeuge Fugen und Steine ins Wackeln bringen? Gefährdet fröhliches Glockenläuten landauf und landab Mensch und Mauern Europas? Kann Schwerverkehr neben Möbeln und Gebäck auch schwere Kopfschmerzen mit sich führen und Lücken in die Bauetats bei Burgherrn und Pfarrern zaubern? Erstaunliches kam bei den aufwändigen Tests heraus: Die Fresken der alten Britsumer Kirchen waren am stärksten durch die tiefe Basschwingungen der Orgel gefährdet. Acht F16-Kampfjäger, die übers Gotteshaus gedonnert waren, verursachten laut Messung nicht so starkes Wandrappeln wie das beherzte Tutti-Spiel des Organisten. Eine bange Frage: sollte angesichts der Einrichtung eines 64´Registers in der Kölner Domorgel (Vox Balanae) nun nicht vorsorglich eine Domplatz-Evakuierung erwogen werden?

gefunden hier: http://www.orgelmagazin.com/akt2.html

:-D Ich stelle mir gerade einen "beherzt in die Tasten hauenden" Erik im Unterbau vor, der Fresken schädigt. :-D


EDIT: In diesem Magazin ist auch noch zu lesen, dass eine EU-Hörschutzrichtlinie geplant ist, wonach eine Orgel nicht mehr lauter als 87 Dezibel werden darf und alle Organisten regen sich auf - dies ginge zu Lasten der Kunst... :-D
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Beitragvon silence » 21.04.2007, 19:47

ich hab bisher zweimal auf einer Orgel gespielt und weiss, dass es laut und leise dröhnende Klangfarben gibt (zumindest war das mein Eindruck, als ich an der Orgel saß...), die eben durch die Register kontroliert werden, also wird sich die Lautstärke vielleicht auch damit ändern lassen... piano/pianissimo wird, glaube ich, allerdings bei so einem Intrument nicht so gut vorstellen sein ;-)

Andere Frage: Heutzutage werden Orgeln ja durch elektrische Gebläse angetrieben... Gabs diese Möglichkeit auch schon zu Lerouxs Zeit? Ich kann mir nämlich nicht so gut vorstellen, dass der gute Erik dort unten einen Sklaven sitzen hatte, der das Gebläse angetrieben hat :-D

Edit: Wenn ich so nachdenke, die Alte Oper Frankfurt hat eine wunderbare leise Orgel, die hört man manchmal kaum...
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Beitragvon Phantom-Rheinland » 21.04.2007, 19:52

Ich habe mich gerade mit meinem Vater unterhalten. Die Orgel wurde vom Christentum dazu benutzt "Antichristen" zu verjagen und erschrecken. Und wenn mann sich nun vorstellt das mal sonne Orgel richtig in Fart war...und das dann noch unter einer Oper...Viel spass!
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Beitragvon Angela » 22.04.2007, 14:37

Es gibt bei einer Orgel laute und auch sehr leise zarte Register, und je nachdem, welche und auch wie viele man davon einschaltet, klingt die Orgel eben lauter und leiser und hat ganz unterschiedliche und vielfältige Klangfarben. Kommt eben sehr auf die Art von Musik an, die man gerade spielen möchte. So könnte ich mir durchaus vorstellen, wenn Erik auf der Orgel ein zartes Liebeslied für Christine gespielt hat, dass man ihn dann nicht unbedingt in der ganzen Oper gehört hätte. Andererseits, wenn er bei "Don Juans Triumph" mit "Tutti" (volles Werk) "gewütet", dann sicher doch. Vielleicht hat er dann nur nachts gespielt, wenn keiner weiter in der Oper war? Auf jeden Fall ist mir das mit der Orgel auch schon immer ein bisschen suspekt gewesen - aus den o.g. Gründen wegen der Lautstärke, dann weil für eine Orgel hohe Luftfeuchtigkeit nicht gerade gesund ist, weil eine größere Orgel nicht einfach ein "Kasten" ist, den man irgendwo hinstellt, sondern der aus vielen Einzelteilen gefertigt und erst am Bestimmungsort aufgebaut wird, und die Geschichte mit dem elektrischen Gebläse ist auch komisch, wie auch Silence schon geschrieben hat ... Ich bin mir nicht sicher, wann das erfunden wurde; hab auch in meinen Orgelbaubüchern jetzt gerade dazu nix gefunden. Vor dem elektr. Gebläse gab's eben die "Kalkanten" (Bälgetreter), die für den Wind sorgen mussten. Da kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Erik sich dazu immer jemand geholt hat. ;-) Nur bei kleinen Orgeln / Positiven konnte der Organist den Blasebalg auch selbst per Hand oder Fuß bedienen. Aber eigentlich ist bei Erik immer von einer großen Orgel die Rede ... Hm, da kann ich auch nicht so richtig dran glauben ...

Oder es war alles ganz anders, und Erik hat mit seinem technischen Talent die heutigen elektronischen Orgeln, die z.T. von Kirchenorgeln gesampelte Stimmen haben und deshalb dann auch wirklich so klingen, schon "vorerfunden". ;-) Diese kann man zwar auch ganz normal spielen (mit Klang dann über Lautsprecher), aber er hätte sie auch ganz problemlos "stumm", also nur über Kopfhörer zu hören, spielen können, so dass ihn keiner in der Oper hört ... ;-) Ach ja, so ein Instrument hätte ich auch gern für zu Hause ...
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Beitragvon Anny » 22.04.2007, 18:44

Aber damals gab es doch auch in den Kellern der Opr noch Pferdeställe. Also dort hätte die Orgel sicher gehört werden müssen. Vielleicht haben die Heizer und Stallburschen ja auch tatsächlich etwas gehört und es einem Geist zugeordnet. Könnte immerhin der Legende förderlich gewesen sein. Und wenn Eriks Tür nicht sofort sichtbar ist würde man ihn ja auch nicht ohne weiteres finden können.
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Beitragvon E.M.K. » 22.04.2007, 19:47

Erik kann so laut sein wie er will, es weiß ja ohnehin jeder, dass ein Phantom im Gebäude haust. Er muss nur darauf achten, dass die Orgel so positioniert ist, dass der Hall des Kellers die Richtung, aus der die Musik kommt, so verzerrt, dass sie niemand zu seinem Versteck führt.
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Beitragvon Anny » 22.04.2007, 20:42

... Und dass er damit nicht zu laut ist, um eine Vorstellung auf der Bühne zu stören. Aber eigentlich weiß ja niemand, dass das Phantom Musiker ist. R ist doch nur der böse Geist des Hauses, oderß ;-) Denn sonst müsste Christine den Schluss Engel der Musik= Phantom viel eher ziehen können.
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Beitragvon P.C. » 22.04.2007, 20:50

Ich habe mal im Erfurter Dom einem Orgelspieler beim Üben zugehört - es klang super und er hat tatsächlich die Kirchenbänke zum "Wackeln" gebracht. Es war zwar laut, aber nicht so, daß man es nicht hätte aushalten können. Das ist sicher auch der Akustik in diesen Gebäuden zu verdanken. Wobei ich mir nun aber vorstelle, egal wie groß die Wohnung Eriks gewesen war, sicher haben die Wände viel "geschluckt". Aber Eriks Orgel hat man sehr wohl gehört: ich zitiere aus dem Kopf - die Leiche (Buquets) war vom Klang einer Totenklage umgeben. Erik hat ja bekanntlich für alle seine Totenmesse gespielt.
Vielleicht haben ja auch noch mehr Leute von Erik gewußt, die Leroux nicht so offensichtlich mit ihm in Verbindung gebracht hat. Ich denke da zum Beispiel an eine der Fußnoten, in der er schreibt, Direktor Gailard will nicht die Idendität des " schwarzen Schattens" (im Keller) veröffentlicht sehen.
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Beitragvon la mort-aux-rats » 22.04.2007, 21:25

Mit dem schwarzen Schatten ist aber offensichtlich nicht Erik gemeint. Warte mal, ich editier hier gleich mal die passende Stelle hinein, das haben wir schon mal an anderer Stelle diskutiert...

EDIT: http://phantomslair.soft-creation.de/vi ... 252&page=2
Auf der zweiten Seite dieses Threads haben wir das mal diskutiert, was es mit dem merkwürdigen Schatten auf sich hat - auch Erik selbst erwähnt ihn bei Leroux mal an einer Stelle.

Und noch mal zurück zur Orgel: Ich gehe davon aus, dass man eine Orgel hin und wieder gehört haben *muss*, wenn Erik eine hatte. Ich frage mich, ob wirklich *alle* so abergläubisch waren und an das Phantom geglaubt haben. Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Zumindest der ein oder andere muss doch skeptisch geworden sein und herausgefunden haben, dass dort unten jemand lebt. Buquet zum Beispiel, der wäre so ein typischer Kandidat, der wohl mehr herausgefunden hat als Erik lieb war. Vielleicht hat der nicht nur Erik demaskiert gesehen, sondern auch seine Orgel gehört. ;-) Und dem Perser war es ja auch möglich, das Versteck zu finden. Vielleicht war Erik gar nicht so vorsichtig und "bombensicher" versteckt, wie man immer annimmt. ;-)
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Beitragvon P.C. » 23.04.2007, 13:34

Natürlich will ich jetzt an dieser Stelle keine neuerliche Diskusion um den "schwarzen Schatten" lostreten - wer auch immer damit gemeint war, es ist halt unklar, und mich wundert nur immer wieder die Tatsache, das der "real existierende" Direktor G. von einem "Schatten" gewußt haben soll und diesen auch noch deckt (!?). Diese Sache erinnert mich immer ein wenig an den Dance-Film, obwohl ich Filme nicht wirklich zur Recherche verwende: da sagt Direktor Carrier, er habe die Sage um das Phantom geschürt und gegründet, damit niemand Erik in seinem Versteck ausfindig macht.
Und ich denke auch, Erik war gar so gut versteckt, sondern mitunter ziemlich offensichtlich. Die Ballettratten begegnen ihm gleich zu anfangs, jemand im Büro des Regiseurs (weiß jetzt gerade nicht wer es war) sieht ihn hinter dem Perser stehen und klemmt sich die Finger und holt sich eine Beule vor Schreck, Buquet läuft er über den Weg, zum Gala-Abend sitzt er am Tisch ... er wird nicht umsonst einige Sicherungen an den Eingängen seiner Wohnung angebracht haben - achja, und der Perser kann ihm ja tatsächlich recht unbemerkt beobachten und ihm nachspionieren.
Ich denke, er hat sich nicht so den Kopf zerbrochen, darüber, ob ihn jemand hört, vielleicht hat es ihn amüsiert, wenn die Leute über Musik aus der Tiefe gerätselt haben (das sähe ihm glaube ich ähnlich).
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Beitragvon Anny » 23.04.2007, 13:49

Oder er hat eben all das getan, um seine Macht (er ist ganz schnell überall und dann passiert meist ein Unglück) zu demonstrieren. und wenn dann Musik geortet werden kann, hat jeder soviel Angst vor einem "Missgeschick", dass Erik auslösen könnte, dass er sich gar nicht mehr in die Nähe wagt. Würde man mal Madame Girys Ausspruch aus dem Musical nehmen "Weiter als hier wage ich nicht zu gehen." das könnte ja durchaus auch einigen Bühnenarbeitern so gegangen sein. Und wer sich doch mal hingewagt hat, den hat die Sirene erwischt oder Eriks Folterkammer. Verschwundene Leute gehen wieder aufs Phantomkonto und so schließt sich der Kreis. Also muss Erik nichtmal leichtsinnig oder unvorsichtig gewesen sein sondern kann das alles ganz bewusst zu seinem Schutz getan haben.
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Beitragvon Spikeys Bruder » 04.08.2007, 08:16

Na ja, jedenfalls muss die Orgel über ein ordentliches Schwellwerk verfügen, damit man auch sehr leise spielen kann. Ich denke, dass es sich hierbei um eine solide Hausorgel handelt (natürlich mit ordentlichen Pfeifenwerk:yikes:)
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Beitragvon E.M.K. » 04.08.2007, 12:27

Eine Frage: Wie hat er das Problem mit dem Blasebalg gelöst? Moderne Orgeln haben natürlich einen elektrisches Gebläse, das den Luftstrom liefert, aber im 19 Jh. gab es nur Blasebalg-Orgeln, die Blasebäge wurden von einem oder zwei Assistenten bedient - was aber bei Erik wohl unwahrscheinlich ist. Wie hat er das bloß gemacht? Hat er das elektrische Gebläse erfunden, eine Dampfmaschine eingesetzt oder wie? Sonst hätte er alle paar Takte den Blasebalg wieder aufziehen müssen. Kennt sich da wer aus? Gibt es Orgelbauer hier im Phorum?
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Beitragvon la mort-aux-rats » 13.08.2007, 22:43

Gute Frage, E.M.K., vielleicht hat er das an die phänomenale Konstruktion der Folterkammer angeschlossen, bei der finde ich ja auch nach wie vor, dass sie *so* nicht funktionieren kann ;-).
Eine kleine Dampfmaschine würde ich prinzipiell denkbar finden, allerdings macht die zuviel Eigenlärm. Elektrizität wäre auch möglich und da Erik ein Bastler ist... nun, warum nicht?
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Beitragvon E.M.K. » 14.08.2007, 08:38

Bei einer Dampfmaschine müsste er ja auch regelmäßig Kohle nachlegen. Vielleicht hat er die Wasserkraft des unterirdischen Flüsschens genutzt?
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Beitragvon Anny » 18.11.2008, 15:21

Und wie kam die Orgel in seine Behausung? Wie kam generell das ganze Mobiliar da unten rein?
Selbst wenn man ihm das zu seinem Eingang ans Tor zur Rue Scribe gebracht hat würde es doch auffallen, wenn plötzlich einer - wahrscheinlich aber eher mehrere Leute Möbelstücke und Orgelteile tragen. Und manche Sachen kann man einfach nicht allein tragen, gerade zu damaligen Vor-Ikea Zeiten, bei denen wahrscheinlich noch das meiste aus Echtholz ist.
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Beitragvon sashayesha » 19.11.2008, 22:33

Naja, du musst bedenken, dass an der Oper haufenweise Requisiten angeschafft werden. Das würde nicht sonderlich auffallen, wenn Erik seinen eigenen Kram irgendwo dazwischenschmuggelt.
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Beitragvon Anny » 19.11.2008, 22:38

Deshalb kommt er aber noch nicht in den Keller und allein bekommt selbst Erik keine Echtholzmöbel über den See gebakt, ganz zu schweigen von getragen und aufgebaut.
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Beitragvon sashayesha » 19.11.2008, 22:59

Wenn sie für den Transport auseinandergebaut waren? Oder er hat sich ein paar Leute engagiert und sie danach gekillt ô.o
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Beitragvon Anny » 20.11.2008, 00:04

Wie gesagt, das Zeug ist schwer, ich frag mich eh wie groß da das Boot war und wie er es geschafft hat es nicht zu versenken. Ich hab Teile eines Echtholzbettes rumgewuchtet und das war in der heutigen Zeit schnörkellos und ohn großartigen Aufwand.
So ne Matratze kann man auch nicht auseinanderbauen, die ist einfach so sperrig.
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Beitragvon sashayesha » 20.11.2008, 13:00

Was natürlich auch sein könnte... Die legen den See doch alle naslang mal trocken. Vielleicht hat er die Gelegenheit genutzt, das Zeug in nem Karren rüberzuschaffen?
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Beitragvon la mort-aux-rats » 20.11.2008, 13:41

Oder Leroux hat einfach mal wieder nicht mitgedacht ;-).

Blöde Antwort. Man hat doch zur Kommunardenzeit eh einiges da unten gelagert, vielleicht gab es ohnehin schon ein Lager mit Möbeln etc? Aber sicher keines mit Louis-Philippe-Zimmern.

Bei Kay würde ich sagen, Jules hat kräftig geholfen, allerdings bleibt das Hauptproblem bestehen. Heimlich und allein dürfte das kaum zu schaffen sein.
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Beitragvon E.M.K. » 27.11.2008, 12:11

Vielleicht hat Erik auch die in Einzelteile zerlegten Möbel in seine Wohnung gebracht, bevor er die Wohnung fertig gebaut hat? Dann hätte er wesentlich mehr Platz zum Manövrieren - außerdem hätte er evtl. das Wasser aus dem See mit Hilfe von Schleusen zum Teil ablassen und den Wasserstand senken können, sodass er die Sachen einfach tragen könnte.
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Beitragvon Anny » 27.11.2008, 13:39

Aber auch eine halbe Schrankwand erregt ein bisschen Aufsehen, wenn man sie durch die Gegend wuchtet. Und die Teile für den Baum in seiner Folterkammer erst... und die Spiegel :-D
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Beitragvon E.M.K. » 27.11.2008, 13:42

Vielleicht hat er einfach die Spiegel aus dem kleinen Foyer abmontiert und in seine Wohnung gebracht. Ich versuche mir gerade das Gesicht der Arbeiter vorstellen, die am Morgen kommen und fragen: "Haben wir da gestern nicht einen Spiegel montiert? Wo ist der denn hin?" *gg*
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Erik als Orgelbauer?

Beitragvon Anny » 05.02.2010, 17:44

Nachdem ich letzten Sonntag in der Sendung mit der Maus gesehen habe wieviel Arbeit und Können in so einer Orgel steckt, bis sie überhaupt funktionstüchtig ist, hab ich überlegt, wie Erik das eigentlich gemacht hat. War er selbst Orgelbauer (das müsste er sich ja irgendwo beigebogen haben und in entsprechender Lehre gewesen sein) oder hat er sich dafür jedem herangezogen mit Jules' Hilfe?
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon sashayesha » 05.02.2010, 17:58

Ich hatte mir das eigentlich immer so vorgestellt wie wir das in der Bestie für das Klavier beschrieben hatten. Erik holt die fertigen Einzelteile à la Ikea-Bausatz in seine Bude und baut dann da das Instrument auf.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon Anny » 05.02.2010, 18:39

Wenns so leicht wäre gäbe es wohl keine Orgelbauer. Das Ganze sieht doch eigentlich relativ kompliziert aus, mal ganzdavon abgesehen dass diese Orgelpfeifen auch wieder teilweise so groß sind, dass es ein logistisches Problem mit dem See und dem Boot gibt.

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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon sashayesha » 05.02.2010, 21:59

Najaaa, das in dem Video ist jetzt aber keine Orgel für den Hausgebrauch, sondern mehr so die Domausgabe für Gemeinden, die schon alle Armen kugelrund gefüttert haben und jetzt über Innenausstattung nachdenken.

Ich hatte da eher sowas hier im Kopf:
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Oder sowas:
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Das lässt sich in Einzelteilen ganz sicher problemlos über den See schaffen, und wenn Erik beim Abbauen der Orgel zusehen konnte, kann er sie auch wieder zusammenbauen. Das hat er ja schon als Kind an Uhren geübt.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon Anny » 05.02.2010, 23:39

Die Orgelpfeifen sind trotzdem schwer und lang. Ziemlich unhandlich und auffällig im Transport. Und es ist etwas anderes ob man Kulissenteile oder Möbelartiges durch die Oper oder um die Ore rum trägt oder eine Orgel, die nicht wirklich dorthin passt.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon la mort-aux-rats » 06.02.2010, 12:23

Neben der allgemeinen Orgeproblematik, die wir ja schon diskutiert haben (viewtopic.php?f=23&t=2401), ist dies tatsächlich eine sehr interessante Frage, Anny. Ich gehe davon aus, dass eine Orgel nicht ungesehen unter den See verschifft werden konnte. Selbst in der Bauphase der Oper nicht. Bliebe also tatsächlich die Frage, ob Erik die Orgel selbst gebaut haben könnte. Laut des Filmchens oben ist das keine sehr einfach Aufgabe. Von den Fertigkeiten, die Erik zugeschrieben werden, könnte er es mit viel Geduld und Zeit vielleicht doch geschafft haben, eine Orgel selbst zu bauen. Zumindest in der entsprechenden Umgebung. Ob ihm das am See mit der Dunkelheit und wohl auch Luftfeuchtigkeit und einer gewissen Enge gelungen sein dürfte, wage ich gerade zu bezweifeln. Oder Erik hat wirklich fertige Einzelteile zusammen mit Kulissen reingeschmuggelt und sie dann in einer Nacht- und Nebelaktion (mit Helfern, z.B. Jules) in die Kellerräume geschleppt. Ich halte allerdings beide Varianten für problematisch (ebenso wie die Orgel unter der Oper im allgemeinen, vgl. Link zu unserer vorigen Diskussion), so dass ich fast davon ausgehen muss, dass die Orgel ebenso wie die Folterkammer ein Auswuchs der Leroux´schem Übertreibung sind.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon Anny » 06.02.2010, 12:39

TZ den hab ich nicht gefunden, den Thread, obwohl ich mir sicher war, dass wir ihn hatten. Ich leg ihn mal zusammen, danke für den Hinweis.

Aber selbst wenn er sich das Holz zurechtgebastelt hätte, die Klangpfeifen hätte er irgendwoher fertig beziehen müssen, sowas kann man nicht erst unter der Oper zusammenbauen.
Stimmt und Instrumente und Feuchtigkeit sind dann auch wieder so eine Sache. Würde mich mal interessieren wie oft er seine Instrumente nachstimmen musste.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon la mort-aux-rats » 06.02.2010, 12:43

Wobei Deine Frage ja schon spezieller war - nämlich auf den Bau der Orgel bezogen. Aber egal, zusammen passen die Threads auch.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon sashayesha » 06.02.2010, 16:03

Anny hat geschrieben:Die Orgelpfeifen sind trotzdem schwer und lang. Ziemlich unhandlich und auffällig im Transport. Und es ist etwas anderes ob man Kulissenteile oder Möbelartiges durch die Oper oder um die Ore rum trägt oder eine Orgel, die nicht wirklich dorthin passt.
Alle Teile der Orgel waren ganz sicher für den Transport stoßfest in Kisten verpackt. Und wenn das Kulissenlager der Oper gut organisiert war, hätte Erik diese Kisten einfach mit den entsprechenden Lagernummern liefern lassen brauchen, dann wäre der Kram an einer geeigneten Stelle in den Lagern angekommen, und er hätte ihn nur noch zum See runterschaffen müssen. Die Oper ist gut ausgestattet mit Karren usw. für den Transport schwerer, unhandlicher Teile. Und um den Kram über den See zu kriegen... naja, Auftrieb ist dein Freund, und wenn die Transportkisten innen mit Pech versiegelt waren, brauchte Erik sie nur mit einem Seil aneinander zu binden, um sie hinter dem Boot herschleppen zu können. Zum Aufstellen der Pfeifen benutzt er dann einen Flaschenzug, sollten sie zu schwer sein, um sie zu zwei Mann (er und Jules) anzuheben.

EDIT: Und wenn die Anlieferung der Orgel noch während der Aufbauzeit der Oper stattgefunden hat, hätten diese zusätzlichen Kisten auch niemanden gewundert. Nichtmal dann, wenn die Anweisung dabeigewesen wäre, sie zum See runter zu bringen.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon Anny » 06.02.2010, 16:07

Ich zweifel ehrlich gesagt trotzdem immer mehr an einer echten Orgel da unten. Ein Klavier vielleicht, möglicherweise eine Art Heimorgel, falls es sowas damals schon gab, aber eine mit Orgelpfeifen nicht.
Ich frag mich sowieso wieso er auf die Idee mit einer Orgel gekommen ist, eigentlich hat er mit Ausnahme bei Kay in Boscherville doch gar keinen Kontakt dazu, im Gegensatz zu einem Klavier.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon sashayesha » 07.02.2010, 03:42

Ok, sag ichs mal so: Der Großteil der rund 400kg, die ein Konzertflügel auf die Waage bringt, geht auf das Konto der nicht zerlegbaren Gusseisenplatte, die die 2 Tonnen Saitenspannung hält und aufgrund ihrer eben schon erwähnten fehlenden Zerlegbarkeit zu jedem Zeitpunkt nach ihrer Fertigstellung in etwa die gleichen Dimensionen in Länge und Breite hat, wie der Flügel, zu dem sie gehört. Wenn so ein Möbelpackeralbtraum in Eriks Bude transportiert werden konnte, war der Transport einer wohnzimmertauglichen Orgel in der Manier, die ich oben beschrieben habe, ein Kinderspiel.

Und jede Orgel hat Pfeifen. Das ist das Prinzip, auf dem das Instrument basiert. Eine Orgel mit Saiten wäre ein Klavier, eine Orgel mit Glocken wäre ein Glockenspiel und eine Orgel mit Kücken wäre Tierquälerei.

Zu Eriks Zeiten gab es außerdem nicht nur kleine Orgeln, es gab sogar die tragbare iOrgel, besser bekannt als 'Drehorgel'. Vielleicht hat er beim Rudern so eine gespielt. Mit dem Fuß. Statt Bordradio.

Als Freund der klassischen Musik auf die Orgel zu kommen, ist glaub ich nicht schwer. Bach ist einfach ein zu einflussreicher Komponist gewesen, und der hat nur an der Orgel gearbeitet.
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Re: Erik als Orgelbauer?

Beitragvon Anny » 07.02.2010, 08:20

Damit hast du mich jetzt nur überzeugt dass er vermutlich gar keines der Instrumente hatte o.ô
So oder so muss er sich Orgelbauen irgendwo angelernt haben und sofern er nicht in irgendwelchen Einrichtungen Orgen zerlegt hat, muss er bei einem Orgelbauer Mäuschen gespielt haben.
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