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Unromantische Wahrheiten

Alle Diskussionen, Vermutungen etc. über den Menschen/die Figur Erik im Allgemeinen hierher

Moderator: Operaghost

Beitragvon sashayesha » 17.02.2009, 01:00

Versteckter Hinweis? Wo?

Damit hätte er dann viermal gekotzt. Bei Madeleine, bei den Zigeunern, bei Nadir und dein angedeutetes mal.
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Beitragvon sashayesha » 17.02.2009, 21:37

Achso. Ja, hast recht. Von Morphium i.v. müssen die meisten erstmal kotzen. Ist bei Heroin interessanterweise nicht so.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Emmanuelle » 04.04.2011, 22:13

Als ich an der Stelle war wo Nadir Erik kotzend auf der Toilette findet, war ich überrascht und ab dem Zeitpunkt
habe ich ihn wohl noch mehr geliebt weil er plötzlich so zerbrechlich wirkte. Jedenfalls mal auf eine andere Art.
Er wurde ja immer von Menschen ziemlich verletzt, aber in erster Linie seelisch außer als Kind wo er geschlagen wurde bzw. von anderen Kinder kurz bevor er von zu hause ausriss niedergestochen wird.
In seiner Persienzeit wirkt er allerdings schon so mächtig und stark dass ich über diese körperliche Verletzung mehr als überrascht war. Ich hätte ihm am liebsten noch die Haare zurückgehalten damit er sie nicht vollkotzt. :love: Dabei gehe ich jetzt mal davon aus dass er schulterlange, schwarze Haare hatte. :-D

Was das "sich erleichterung" verschaffen bei Männern betrifft muss ich sagen, dass ich es nicht für so abwegig halte dass Erik nicht zumindest ein paar mal zu diesem Mittel gegriffen hat. Eine Stelle in Kay´s Buch habe ich jedenfalls so verstanden. Und zwar beziehe ich mich da auf die Szene mit der Odaliske. Nachdem er sie weggeschickt hat und Nadir in nochmal ins Gebet nehmen will bitte Erik ihn, ihn doch bitte jetzt alleine zu lassen"...wenigstens für ein paar Minuten, ... Sie verstehen?" Also ich hab da zwischen den Zeilen gelesen dass er es da ziemlich nötig hatte ein Ventil zu öffnen. Es kann natürlich auch sein dass er einfach nur kalt duschen wollte.

Für den Fall dass Erik sich tatsächlich nie selbst befriedigt hat, bleibt zumindest eine Tatsache der selbst er nicht entgehen konnte. Und zwar das auftretende Phänomen von feuchten Träumen in der Pubertät. :nick:
Er sagt ja selber dass er ein Mann ist und auch die gleichen Wünsche hat wie jeder Mann. Selbst wenn er im wachen Zustand jeglichen Drang Hand anzulegen unterdrückt hat, wurde er zumindest beim Schlafen
"übermannt" :blush: Was ich allerdings auch nur als völlig natürlich und absolut menschlich sehe und es Erik mir noch ein Stück sympatischer macht. :-D
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 05.04.2011, 07:55

Noch so eine unromantische Wahrheit kommt mir gerade in den Sinn: Erik ist alles andere als ein angenehmer Zeitgenosse und ist wahrscheinlich launisch bis zum Abwinken.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon E.M.K. » 05.04.2011, 12:17

L!Erik scheint einen Putzfimmel zu haben. Christine beschreibt seine Wohnung als zwanghaft, ja sogar "peinlich" ordentlich. Ich versuche mal, mir Erik vorzustellen, wie er wie Mr. Monk durch seine Wohnung saust und alles mit Desinfektionsmittel putzt... :-D
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Anny » 05.04.2011, 13:22

Bei der dünnen Haut gibt das bestimmt dann eine Menge offener wunder Stellen ...
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon sashayesha » 07.04.2011, 20:28

Von Druckstellen unter der Maske mal ganz zu schweigen.
Ich war ja mal fast dabei, Krankenpflegerin zu werden, long long ago in a galaxy far far away, und Eriks Magerkeit, sowie seine schlechte Durchblutung sind zwei Risikofaktoren für Dekubitus. Der kann bei empfindlichen Menschen auch schon durch leichten Druck und nach weniger als zwei Stunden auftreten (vorgeschrieben ist im Pflegehandbuch, dass man die Leute alle zwei Stunden wenden soll). Da er ständig auf Morphium war, hat er außerdem langsam anwachsende, chronische Schmerzreize nicht so wahrgenommen - und die sind das einzige Warnzeichen für Gewebeschäden an Stellen, die man nicht sehen kann. Wenn Erik also nicht sehr dahinter her war, seine Gesichtshaut zu pflegen, in den Phasen, in denen er seine Maske öfter und länger tragen musste, dürfte er das eine oder andere Druckgeschwür kurieren müssen. Das ist langwierig, unangenehm und hinterlässt üble Narben, wenn das Gewebe abgestorben war.
Ugh... Ist die Frage, wie würde Erik eine Nekrose in seinem Gesicht erkennen, und wie würde er sie behandeln? Am Geruch? Eigenhändig rausschneiden?
Ich bin ja eher auf die abartige Seite gefallen, aber die Vorstellung dreht selbst mir den Magen um o.o
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Emmanuelle » 07.04.2011, 23:01

@sachayesha
Oh daran hab ich noch garnicht gedacht und das als Krankenschwester *ascheaufmeinhaupt* :blush:
Ich geb dir völlig recht! :-D

Ich hoffe mal dass er dann seinen Sarg gut gepolstert hat, sonst möchte ich nicht wissen wie seine Schulterblätter, Ellbögen, Fersen und sein Steiß aussehen. :O.o
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Anny » 07.04.2011, 23:33

Naja, aber in dem Teil schläft er ja nur nachts und da bewegt er sich ja auch.
Aber von den wundgeriebenen Stellen unter der Maske erzählt ja Kay schon bei Madeleine, als Erik die Maske zu klein wird.
Im übrigen tippe ich im Sommer oder bei Hitze, wenn Erik unter dem Teil schwitzt auch auf einen idealen Brutort für Hautpilz. Stehende Nässe/Feuchtigkeit. Vielleicht hat Erik also doch nach Tod gerochen ;-)
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 08.04.2011, 07:45

Wobei ich davon ausgehe, dass zumindest L!Erik als Erwachsener die Maske kaum getragen hat - zumindest zu seiner Zeit in der Oper. Da läuft er - außer es geht um Christine - mit einer Papp-Nase mit falschem Bart rum, wenn er sich mal unters Volk mischen muss. Vielleicht tut er das wirklich, weil er sonst Druckstellen bekommt.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Clarissa » 08.04.2011, 17:45

Und ich kanns auch einfach vom Komfort her verstehen das L!Erik oft ohne Maske rumläuft, ich mein viele soziale Kontakte hat er ja nicht und wenn in der eigenen Wohnung keine Spiegel sind...auch eine gut angepasste Maske schränkt das Blickfeld etwas ein, je nach dem ist es unangenehm warm drunter und eben ein Fremdkörper an dem man rumnestelt. Auch wenn man an das tragen gewöhnt ist, physich ist es schon angenehmer ohne.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon sashayesha » 08.04.2011, 22:12

Anny hat geschrieben:Naja, aber in dem Teil schläft er ja nur nachts und da bewegt er sich ja auch.
Kommt drauf an, ob er einen Sarg in Standardformat hatte, oder eine breitere Ausführung. In einem normalen, schmalen Sarg kann man nämlich nur entweder auf dem Rücken oder dem Bauch schlafen, weil nicht genug Platz ist, um die Beine anzuwinkeln. Ich bin mir nicht sicher, ob zwei mögliche Schlafpositionen ausreichen würden, um das Gewebe genug zu entlasten.

Weiß irgendwer was darüber, wie Matratzen zu der Zeit gebaut waren? Ich kenn nur die modernen und Säcke mit Laub drin, aber dazwischen muss ja auch was gewesen sein...
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 08.04.2011, 23:34

Wobei die Frage ist, ob Erik tatsächlich im Sarg schläft, wenn er allein ist. Vielleicht tut er das aus "Show-Effekten" wenn Christine da ist (weil er sonst keinen Platz hat). Würde ich zumindest dem L!Erik zutrauen ;-). Und wenn Erik eh alles in Sonderanfertigung hat, würde es mich für den Fall, dass er im Sarg nächtigt, auch nicht wundern, wenn er einen größeren Sarg hat.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Rossignol » 22.06.2012, 11:39

*L* Na ich bin ja froh, dass ich nicht die Einzige bin, der manchmal so weniger nette, wenn auch menschliche Bilder, bei den Romanfiguren, in den Kopf kommen.

Das Erik eingenässt hat (spreche hier von K!Erik. Aber da L!Erik ja noch gestörter ist...), wie im ersten Post erwähnt, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, bei dem was er so erlebt hat. Das sicherlich auch noch als nicht mehr ganz so kleiner Junge.
Und eventuell auch nicht nur in der Nacht. Bei Kay steht doch glaub ich irgendwo geschrieben, dass er sich sehr in seinen Kopf, seine innere Welt zurückgezogen hat, so dass er von der äußeren nichts mehr mitbekommen hat, als er dort im Käfig saß. Denke mal nicht, dass er aus dieser Welt herausgekommen ist, wenn er mal musste, er wird dieses Bedürfnis in diesem Zustand nicht gefühlt haben... und er spricht ja auch von "filthy cage".
Selbst als Erwachsener, wenn er sich fast tödliche Dosen Morphium injeziert hat, was ja zu sehr massiven Bewusstseineintrübungen geführt haben wird, wird er sich eventuell auch das ein oder andere mal eingenässt haben, weil er in dem Zustand doch gar nicht mehr bis ins Badezimmer gehen könnte, oder? Die Blasenfunktion wird doch, anders als die Darmfunktion, durch das Morphium nicht eingeschränkt, oder?

Und wie ich in einem anderen Post erwähnte, wenn er sich mit Morphiumenzug bestraft hat, wird das auch etwas unappetitlich gewesen sein, durch Erbrechen und Darminkontinenz/ starke Durchfälle.

Außerdem denk ich mir, dass er bis in die späte Kindheit auch viel am Daumen genuckelt hat, als Ersatz für die fehlende Liebe und Berührung.

Bei der einen Szene, bei dem Javert ihn zum Essen zwingen möchte ... da sagt Javert ja, er kann hier den ganzen Tag sitzen und die ganze Nacht....und Erik gibt dann irgendwann auf und sagt Javert "was soiled and stinking as the floor of my cage"... uhm... das hat mich etwas stuztig gemacht... Javert hat sich ja anscheinend wirklich dort nicht wegbewegt, bis er gewonnen hat... und "filthy" heißt ja soviel wie "beschmutzt", hat der also quasi auch seine Bedürfnisse dort erledigt? Und meint Kay damit nur z.B. Schweiß?

Und dann die Szene mit der Vergiftung in Persien, da ist Erik ja erst ne Nacht im Delirium und dann noch 2(?) Tage im Koma... Nadir pflegt ihn... auch dort wird er ja mal was ausgeschieden haben, aber Windeln z.B. gab es ja noch nicht und irgendwelche schützenden Matrazenüberzüge sicherlich auch nicht. Und einfach so liegenlassen...ne denk ich auch nicht. Wie wurden denn schwerkranke in dieser Zeit in diesem Punkt gepflegt? Die werden ja nicht ständig die ganze Matratze weggeworfen haben?

Zur Selbstbefriediung: Irgendwer hier sagte, nachdem die Jungfrau herausgeführt wurde und Erik einige Minuten für sich haben wollte, dass er sich dort befriedigen musste. Stimme ich zu, habe ich auch zu verstanden im Buch. Und da K!Erik ja auch oft davon spricht, dass er dieselben Bedürfnisse hat wie jeder andere Mann, wird das auch nicht das Einzige mal gewesen sein. Später durch das Morphium wirds aber nicht mehr so häufig, wenn überhaupt, vorgekommen sein.
Bei L!Erik hingegen frag ich mich, ob der diese Bedürfnisse so überhaupt hatte oder ob er auch in seiner Sexualentwicklung etwas hinterher war... ihm geht es ja eher um die Normalität, die er beobachten konnte, also der Sonntagsspaziergang z.B. .... und er ist total aus dem Häuschen über den Kuss, wobei es bei Leroux ja nicht so ein romantischer Kuss wie im Musical oder 2004Film war, sondern ein kleines Küsschen auf die Stirn. Bei L!Erik glaube ich manchmal, dass er sich unter Sex nicht wirklich viel vorstellen konnte...

Oh man, wenn ich mir solche Bilder in den Kopf rufe, die diese Figur immer menschlicher machen, dann tut er mir immer mehr leid... soviele heftige Situationen, die er alleine durchstehen musste. Allerdings wäre er glaub ich auch nicht sehr erfreut gewesen, wenn der liebe Nadir in so einer Situation, in der er viel zu viel Morphium genommen hat oder aber auf Entzug ist, hereinspaziert wäre, um sich zu kümmern. das wäre ihm...naja gut...beim ersteren vermutlich egal gewesen, weil er nichts mitbekommen hätte, aber beim zweiten sehr unangenehm gewesen.

Rossignol

P.S. Meine Güte langer Text! *L* Sorry, bin krankgeschrieben (Stimmbandentzündung.... wäre wohl Eriks schlimmster Alptraum ;)) und daher etwas unausgelastet.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 31.07.2012, 22:44

Noch so eine unromantische Wahrheit: Erik ist ein Erpresser, der nicht nur die Direktion, sondern auch Christine erpresst.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Desiree » 30.12.2013, 17:36

Eine Szene im Buch von Leroux hat mir richtigen Ekel verursacht.
Erik sagt zum Perser: Stell Dir vor,sie hat mich geküsst,und sie war noch am Leben...
Ich kriegs grade nicht auf die Reihe ,muss nochmal nachlesen.
Aber der Eindruck den mir diese Szene vermittelt hat war,daß Erik nekrophile Neigungen hatte und das ekelt mich so richtig an.

Er ist psychopatisch,ein Stalker,Mörder,manipuliert Menschen und ein Erpresser,Dieb und drogensüchtig.
Sein Unrechtsempfinden,sowie seine ganze soziale Entwicklung stelle ich mir ziemlich unausgeprägt vor.Er ist bis auf seine Bedürfnisse und Wünsche ziemlich empathielos.Also alles was er will ist Gesetz und wie sein Handeln und Tun bei anderen Menschen ankommt ist ihm ziemlich schnurzegal.Er ist wie ein Kleinkind das alles kaputt macht was ihm zwischen die Finger kommt,wenn er seinen Willen nicht durchsetzen kann.
Ich denke im groben wars das.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon E.M.K. » 28.07.2014, 11:48

Ich habe gerade über die Geheimgänge und den Spiegel in Christines Garderobe nachgedacht.

Als die Oper gebaut wurde, wusste Erik ja nicht, dass er sich Jahre später in eine Sängerin verlieben würde. Wozu also baut er einseitig durchsichtige Spiegel in Garderoben, insbesondere Damengarderoben, ein? Um einen Ausgang zu sichern, würde ein kleines Guckloch genügen, durch das er feststellen kann, ob jemand im Raum ist oder der Ausgang benutzt werden kann, aber wozu einen mannshohen Spiegel?

Ich frag mich gerade, ob Erik auch in anderen Garderoben derartige Spiegel hatte und ob er sie benutzte, um den Mädchen beim Umziehen zuzusehen... Zuzutrauen wäre es ihm. (Er tut Frauen nichts, aber vielleicht denkt er, wenn ich nur hinschaue und sie nie was davon erfährt, dann schade ich ihr ja nicht.)
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 28.07.2014, 15:41

Der Gang hinter Christines Garderobe ist ja eigentlich gar nicht von Erik angelegt worden (das wäre ja auch Quark, er konnte nicht wissen, dass Christine auftaucht und wenn er es auf eine Sängerin abgesehen hätte, dann hätte er in jeder Garderobe sowas einbauen müssen), sondern ein Produkt aus der Kommunenzeit, das Erik einfach für seine Zwecke umgebaut hat. Insofern hat er nur vorhandenes Potential genutzt und optimiert.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon E.M.K. » 28.07.2014, 16:04

Trotzdem würde ich mich nie dort umziehen wollen... :-D
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 29.07.2014, 08:38

In der Tat nicht :-D.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Frosty Rose » 29.07.2014, 15:09

Hier wurde geschrieben, Erik würde Frauen nichts tun. Ich bin mir nicht so sicher, zumindest bei Leroux. Da gibt es eine Stelle, die mir schon immer ein mulmiges Gefühl in der Magengegend beschert hat. Da steht Folgendes: "Das Scheusal lachte so gräßlich, dass es Christines Flehen übertönte! Vicomte de Chagny schrie und hämmerte wie besessen gegen die Wände. Ich konnte ihn nicht davon abbringen. Aber nur das Gelächter des Scheusal war zu hören. Dann folgte der Lärm eines kurzen Kampfes, das Geräusch eines Körpers, der zu Boden fiel und weggeschleift wurdewurde, das hastige Zuschlagen einer Tür-und schließlich nichts mehr, gar nichts mehr in der stillen, glühenden Mittagshitze, mitten im afrikanischen Urwald!"
Ich hab das immer so verstanden, dass Christine auf Erik losgegangen ist und er sie dann k.o. geschlagen hat. Ansonsten könnte ich mir nicht vorstellen, dass sich Christine so aus dem Raum schleifen lässt. Ist ja nun alles andere, als die feine englische Art, seine Geliebte so zu behandeln. das macht L!Erik für mich nur noch gruseliger und unberechenbarer...
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon E.M.K. » 29.07.2014, 17:11

Kommt drauf an, wie Du "tut an sich nichts" definierst.

Er bringt Frauen ungern um, obwohl sie durchaus Kollateralschäden sein können (z.B. beim Absturz des Lusters oder wenn er die Oper in die Luft gesprengt hätte), aber er greift Frauen nicht gezielt an und es gibt keinerlei sexuelle Nötigung, Belästigung etc.

Das heißt nicht, dass er generell gar nichts tut. "Nichts tun" kann auch heißen, nichts, was bleibende Schäden verursacht. Er hat Christine ja auch vorher gefesselt und ihr dabei weh getan, auch wenn er selbst erschrocken reagiert, als er die Einschnitte von den Fesseln sieht.

Komisch, dass Du gleich an k.o. schlagen denkst - ich hab das immer so aufgefasst, dass Erik Christine aus dem Raum zerren will und sie sich zur Wehr setzt, er bringt sie zu Fall und schleift sie weg (dabei kann sie durchaus bei Bewusstsein sein). Jemand zu Fall zu bringen ist kinderleicht und außer ein paar blauen Flecken wird Christine nichts passiert sein. Außerdem bezweifle ich, dass Christine zu ernsthafter Gegenwehr in der Lage wäre, sowohl physisch als auch psychisch.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Deirdre » 29.07.2014, 20:33

Hier wurde geschrieben, Erik würde Frauen nichts tun. Ich bin mir nicht so sicher, zumindest bei Leroux.


Auch bei K!Erik kann man sich da mMn nicht so sicher sein. Immerhin erwürgt er Christine beinahe, als sie ihn demaskiert. Er wird nur durch seinen Herzinfarkt aufgehalten. Klar war das eine emotionale Ausnahmesituation, zeigt aber, dass er sich auch Frauen gegenüber eben nicht unter Kontrolle hat.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon la mort-aux-rats » 30.07.2014, 08:36

Interessanter Thread in diesem Zusammenhang auch "Erik, der Mörder": viewtopic.php?f=23&t=3625
Nur so am Rande, fiel mir gerade bei der Diskussion hier wieder ein ;-).
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Frosty Rose » 10.10.2014, 18:47

Hmmm, ich weiß auch nicht genau, warum ich ausgerechnet immer auf k.o. schlagen gekommen bin. Hat sich wohl einfach in mein Hirn eingeschlichen.
Mir ist gerade etwas eingefallen, als ich mir die Nägel lackiert hab: auch ein Erik wird sich wohl mal die Finger- und Fußnägel kürzen. Bei dem Gedanken kommt doch Freude auf, oder? Jetzt sehe ich leider immer einen Erik vor mir, wie er sich halb verrenkt, um an seine Fußnägel zu kommen :würg: :bah:
Schön ist echt was anderes...
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Mesalina » 11.10.2014, 13:14

Vielleicht steh ich auch nur grad auf der Leitung, aber was ist an Erik, der sich die Fußnägel schneidet, so seltsam/eklig?
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Frosty Rose » 11.10.2014, 20:01

Es ist nicht Erik, der das fuer mich eklig macht. Ich finde es generell eklig, wenn sich jemand die Fussnaegel kuerzt. Vllt bin ich da aber auch nur so empfindlich, weil ich Fuesse generell einfach nur mega unaesthetisch finde. Ich mag ja nicht mal meine eigenen. Es hat nichts mit Erik zu tun. Fuer mich ist es das ganze Thema 'Naegel kuerzen' an sich.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon ohchristine » 13.10.2014, 20:49

Lol...
Sind das nicht extrem private Dinge, die auch ein erik ganz alleine für sich erledigen wuerde?
Niemals vor seiner Christine.....er ist ein Ästhet wie er im Buche steht. :-)
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Frosty Rose » 14.10.2014, 21:13

Natürlich würde er das nicht vor Christine machen.Das wäre ja wohl auch die Härte. Das Bild lässt sich trotzdem nicht mehr aus meinem Kopf verbannen.
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon ohchristine » 15.10.2014, 03:43

Okay. ....warum? :O.o
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon Frosty Rose » 15.10.2014, 18:13

Ja, so genau kann ich das jetzt auch nicht beschreiben. Vllt kennst du das ja selbst: plötzlich hast du einen Gedanken und das passende Bild dazu im Kopf und irgendwie verschwindet das nicht so einfach. Ist in etwa wie ein Ohrwurm. Aber ich glaube, jetzt schweife ich ein bisschen vom eigentlich Thema des Threads ab...
In seinem Blick liegt das Leid der ganzen Welt. Ein stummer Schrei: halb ein Fleh'n, halb ein Droh'n
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Re: Unromantische Wahrheiten

Beitragvon ohchristine » 15.10.2014, 18:35

Okay, ich kenne das. ...lol. ein sogenanntes "kopfkino"
Weisst du, ich bin einfach zu romantisch um an fussnaegel zu denken (schaem) jedoch die Wirklichkeit holt
mich jedesmal wieder ein. .....dazu gehören natürlich menschliche Dinge die Abgeschiedenheit erfordern.

Naja, ein Träumer. .....aber nur am Feierabend oder Wochenende :-D
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