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Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Für alle, die etwas über Webbers Phantom loswerden wollen

Moderator: Operaghost

Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Anny » 28.06.2006, 09:07

Was glaubt ihr, wie würde die Friedhofsszene verlaufen, wenn Raoul verschlafen würde bzw aufgehalten würde und später bzw gar nicht auf den Friedhof kommt. Und wie würde die Sache zwischen Christine und dem Phantom weitergehen?
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Beitragvon Phantom-Rheinland » 28.06.2006, 14:35

hmmm...christine würde mit erik mitgehen...und dan würden die beiden heiraten...und glücklich und zufrieden bis an ihr lebensende leben....oder so^^
~09.10.2007~Thomas Borchert Tanz der Vampire, Berlin


Ich zitiere: "IImpppppertinänt nun will där Laffeee vonn deinem Ruuuuhhhm Zären! Recht Renitent will diiser Affe miiihr den Trihuuuumph Stööööööööhhhhhren!"
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Beitragvon Operaghost » 28.06.2006, 14:56

Auch hmmm ... Zuerst einmal würden die beiden zusammenkommen, im Sinne von 'wieder beieinander sein'. Wo könnten sie anschließend hingehen? Wieder unter die Oper vermutlich. Christine ist in der Friedhofsszene sehr zugänglich für das Phantom. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich ihr vorsichtig nähert, vielleicht gar nicht mal mit vielen Worten, sondern ihr durch Gesten zeigt, dass er für sie da ist, sie tröstet (erneute Trauer über Verlust Vater). Ich glaube, Erik wäre in dieser Situation sehr sensibel und feinfühlig und würde seine 'Chancen' nicht durch einen emotionalen Ausbruch/Forderungen zerstören.
Sie hätten dann zumindest die Möglichkeit, einander noch ein bisschen besser kennen zu lernen (vorausgesetzt, die Szenerie wird nicht durch etwas anderes wieder gestört). Ihren Verrat an Erik/Raouls Plan würde sie wahrscheinlich verwerfen, der war ihr ja von Anfang an nicht geheuer.
Im Film/Musical folgt ja dann die Aufführung von Don Juan. Schwierig zu sagen, wie die dann abgelaufen wäre und ob überhaupt.
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Beitragvon Anny » 28.06.2006, 14:59

Genau das halte ich für unwahrscheinlich. Christine befindet sich ja mal wieder in einer Art Trance und das Phantom gaukelt ihr vor, ihr Vater zu sein. Würde sie da nicht bitter enttäuscht sein, wenn sie wieder zu sich kommt, bei ihm ist und die Lüge erkennt? Viel um ihren Verlust kümmert sich da doch eigentlich niemand.
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Beitragvon Operaghost » 28.06.2006, 15:11

Sooo überrascht, dass es nicht ihr Vater ist, wäre sie denke ich gar nicht. Sie sagt "Vater, bist du's, ob Freund, ob Engel oder Phantom, zeig dich". Sie könnte natürlich meinen, ihr Vater spricht zu ihr, in welcher Gestalt auch immer. Oder aber, sie zieht gegen Ende der Szene auch das Erscheinen von Erik in Erwägung, der wie sie inzwischen weiß, *nicht* ihr Vater ist.
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Beitragvon Anny » 28.06.2006, 15:20

Dran gedacht sicher nicht. Aber ich an Christines Stelle wäre auf jeden Fall enttäuscht, wenn ich feststellen müsste, dass er seine Macht schon wieder gegen mich eingesetzt hat um mich zu sich zu holen. Denn das tut er bereits bevor Raoul auftaucht und nicht erst, um sie von Raoul wegzubekommen. Egal für was sie ihn hält... die Enttäuschung müsste doch da sein.
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Beitragvon Operaghost » 28.06.2006, 16:47

Ob sie das überhaupt so realisiert hätte, dass Erik wieder Spielchen gespielt hat? Ich stelle mir den Übergang eher 'fließender' vor und dass die Trance schon zu Ende der Friedhofsszene beginnt nachzulassen.
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Beitragvon Anny » 28.06.2006, 17:18

Raoul reißt sie doch richtig raus, als er eintrifft. Da steht sie noch mit erhobenen Armen vor dem Phantom und erwacht erst als Raoul mit ihr spricht. Wenn das nicht passieren würde, wär sie doch noch voll dabei.
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Beitragvon julimaus » 28.06.2006, 20:49

Nochmal hhmmm! Also ich denke das sie am Anfang der Szene tatsächlich wieder in eine Art Trancezustand verfällt.Aber spätestens als sie ihm dann antwortet bin ich mir sicher das sie haargenau weiss mit wem sie es zu tun hat.Sie fragt doch (zumindest auf english:Angel or father ..friend ..or phantom .......who is it there staring?und er antwortet: Have you forgotten your angel? Und danach spricht sie ihn auch damit an! Ich meine dieses:Ich bin dein Engel der Muse! hypnotisches Geplänkel kennt sie doch schon vom Spiegel und so naiv denke ich ist die Gute dann doch nicht!Ich bin der Meinung sie hat ganz GENAU bereits in DIESER Szene eine Art innere Entscheidung getroffen.( bin ja immer pro Erik) und bin daher auch der Meinung das alles ganz anders verlaufen wäre wenn der gute Raoul einfach weggeblieben wäre.Sie wäre mit Erik gegangen und ....wer weiß??Durch Raouls Auftritt wird sie wieder hin und hergerissen eben WEIL sie eine so labile Persönlichkeit ist und sorry aber ich finde BEIDE Männer nutzen das zu ihren Gunsten aus....oder besser gesagt ..versuchen es.Nun ja einer gewinnt dann ja!
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Beitragvon la mort-aux-rats » 28.06.2006, 22:42

Ebenfalls hmmmm... Ich hatte in dieser Szene immer das Gefühl, dass Christine einfach jemanden sucht, der sie "auffängt" und ihr beisteht, weil sie sich allein und verlassen vorkommt ohne ihren Vater. Ich hatte es bisher immer so interpretiert, dass es ihr relativ egal ist, *wer* in dieser Situation für sie da ist (daher meines Erachtens der Text "angel or father, friend or phantom"). Und dass dieser "Engel" das Phantom ist - so dachte ich - sei ihr wohl auch klar, bzw. in dem Moment egal, weil sie einfach jemanden bei sich haben will, der sie unterstützt und bei dem sie ein wenig "kleines Mädchen" sein kann um ihre heile Welt für einen kurzen Augenblick zurück zu haben.
Ich hatte Raouls "Aufrütteln" zuvor immer so verstanden, dass er sie nur daran erinnert, dass das Phantom *gefährlich* ist und ihr eben *nicht* diese heile Welt zurück geben kann. Raouls Satz "this man, this thing is not your father" ist ja eh von vorne bis hinten daneben (mal abgesehen von der Thing-Problematik), denn ich glaube nicht, dass Christine in diesem Stadium des Stücks noch ernsthaft glaubt, ihr Vater würde ihr erscheinen, nicht, nachdem sie zuvor schon den "Angel of Music" als Täuschung entlarvt hat. Daher dachte ich immer, es sei nur Raouls Interpretation der Szene, dass Christine das Phantom für ihren Vater halten könnte. Christine hingegen musste - so denke ich - nur aus der Trance gerissen werden, dass alles gut sein würde und sie bei diesem Engel/Phantom/Freund/Vater (alles auf einmal) Trost und Schutz finden würde. Sie sieht wohl in diesem Moment nur, dass Raoul ihr eher Schutz und Trost bieten kann als das Phantom, das ja enorm zu ihrer Verwirrung und zum Gefühlschaos beigetragen hat.
Aber was würde passieren, wenn Raoul nicht aufgetaucht wäre? Wahrscheinlich wäre Christine in gewisser Weise zum Phantom "zurückgekehrt" und er hätte sich sicher um sie ganz nett gekümmert, aber ich denke, früher oder später hätte sie dann doch wieder gehen wollen - sie hat ja schließlich noch Raoul und ob das Phantom (zumindest bei Webber) ihr den Halt geben kann, den sie sucht, wage ich zu bezweifeln.
Ich finde im übrigen die gesamte Friedhofsszene bei Webber an dieser Stelle ziemlich deplaziert, denn sie macht zeitlich nicht wirklich Sinn - bei Leroux ist sie schon schlüssiger, an dieser Stelle hält Christine den Engel nämlich noch für den wahren Engel der Musik - bei Webber weiß sie aber schon, dass hinter dem Engel das Phantom steckt. Wieso sollte sie also noch einmal auf denselben Trick reinfallen? Sozusagen ist diese schöne Friedhofsszene durch Webber rein denklogisch versaut worden und macht nicht mehr wirklich Sinn - daher wahrscheinlich auch Raouls völlig bescheuerter Satz (der ist wirklich total daneben, sowohl im Hinblick auf "thing" als auch "not your father") - einfach ein Versuch, die Szene noch irgendwie zu retten? Sieht wohl so aus...
Noch mal eine rein technische Frage: was würde in der Tat passieren, wenn Raoul nicht auftauchen würde? Würde das Phantom von der Gruft/vom Kreuz runterklettern? Oder Christine zu ihm raufkraxeln? (Ignoriert mich, ich bin albern ;-)).
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and have a flower presented to him as a pledge that his soul had really been there,
and if he found that flower in his hand when he awoke - aye, and what then?
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Beitragvon ParisOpera » 29.06.2006, 12:52

Diese Frage stelle ich mir auch schon lange...
Christine sucht Rat und Hilfe und sie versucht endlich ihr Leben in den Griff zu bekommen. Aber noch fühlt sie sich schwach und allein...Ich denke auch, daß sie dann jemanden braucht, der sie beschützend in die Arme nimmt und sie sich geborgen fühlen kann. Sie will nicht allein sein.
Ich denke nicht, daß es ihr egal ist, wer es ist. So glaube ich.
Unbestritten für mich ist, daß Christine Gefühle für Erik hat, auch wenn sie versucht, sich dagegen zu wehren.
Vielleicht wäre sie mitgegangen....


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Beitragvon Shanna » 10.07.2006, 11:07

Also ich sehe die Friedhofsszene auch als Rückkehr Christines in den Trancezustand.
Gerade da sie niemand auffängt und ihr Schmerz am Grab so unendlich nah ist, flüchtet sie sich wieder in die Illusion und fällt damit in den Ausgangszustand zurück ( ...ob Freund, ob Engel, oder Phantom, zeig dich! - Kennst du nicht mehr deinen _Engel_? <-- Über den Glauben an den Engel der Musik war sie eigentlich schon hinausgewachsen ).

Für mich ist Raoul in der Szene das Bindeglied zur Realität, derjenige, der sie, wie Anny bereits sagte, aus dem willentlichen Trance wieder herausreißt und ihr somit zeigt, dass sie keinen Grund zur Flucht hat, dass sie eben nicht, wie sie glaubt, mit sich allein ist.

Erik hingegen nutzt, aus der eigenen Not heraus, Christines instabilden Zustand aus, um sich selbst mit ihrer Person zu bereichern.
Von Trost und Beistand sehe ich da nicht viel.

Ich denke allerdings auch, dass, wenn Christine aus dem Trance später wieder erwacht und bei Erik ist, sie fair genug wäre, sich selbst die Verantwortung für ihre Flucht aufzulasten. Das hat sie doch eigentlich immer getan ( am Ende im Lair ).
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Beitragvon spikey » 10.07.2006, 20:25

Ich denke auch wie ihr schon beschrieben habt, wäre sie wohl zu erik gegangen. Sie war in einer sogenannten Hypnose.
Aber vielleicht hätte sie sich ja auch gewehrt , es ziehmlich schwierig einzuschätzen, wie sie reagiert hätte.
Wie auch schon erwähnt ist sie mit dem besuch des grabes auch wieder in Loch gefallen woraus sie diese stimme gerettet hat und deshalb könnte ich mir auch gut vorstellen, wenn Raoul nicht aufgetaucht wäre, wäre sie der stimme gefolgt.
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Beitragvon E.M.K. » 12.07.2006, 12:01

Wenn Raoul nicht aufgetaucht wäre, wäre sie wohl mit Erik mitgegangen, aber irgendwann aus ihrer Trance (ich denke ja, sie versetzt sich selbst freiwillig in diesen Geisteszustand, schon bei ihrem Lied "Könntest du doch wieder bei mir sein...") erwacht, allerdings wäre sie zu schwach, eine Entscheidung zu treffen und würde - wie sie es ja sonst auch fast immer tut - die Entscheidung, die andere für sie getroffen haben - akzeptieren, also bei Erik bleiben. Ob die beiden glücklich geworden wären ist eine ganz andere Frage.
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Beitragvon Shanna » 12.07.2006, 16:47

Originally posted by E.M.K.
(...),aber irgendwann aus ihrer Trance (ich denke ja, sie versetzt sich selbst freiwillig in diesen Geisteszustand, schon bei ihrem Lied "Könntest du doch wieder bei mir sein...") erwacht,(...)


Das denke ich nicht.
Während 'Könntest du doch wieder bei mir sein' trifft sie die bewusste Entscheidung, sich von ihrem Vater zu lösen ( "Keine Trauer mehr, keine Bitterkeit, keine Tränen um längst verlorne Zeit" ). Allerdings bittet sie gleichzeitig um Beistand in dieser schweren Lage ( "Help me say goodbye/ Hilf mir stark zu sein" ).
Das macht sich das Phantom zu Nutze, um sie wieder einzulullen, weil Christine merkt, dass ihre Emotionen nicht ganz so wollen, wie sie will ( "Will mein Verstand sich auch wehren sagt mein Herz doch 'ja!'" ).

Edit: Wobei ich allerdings zustimme, ist, dass Christine den Tracezustand willentlich zulässt. Vermutlich auch, weil sie sich nicht stark genug fühlt, um ihr Leben allein zu bewältigen und nun nicht unbedingt eine starke Persönlichkeit hat.
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Beitragvon E.M.K. » 02.01.2007, 12:02

Christine begibt sich freiwillig in die Abhängigkeit von einem Mann, ob dies nun das Phantom oder Raoul ist - wenn es beide nicht gäbe, würde sie sich an jemand anders anhängen, sie braucht einen "starken Beschützer".
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Beitragvon ParisOpera » 02.01.2007, 13:59

Ja das stimmt, Christine begibt sich bewußt in diese Abhängigkeit.
Sie ist immer noch nicht stark genug um allein zu leben bzw zu überleben.
Deswegen haben es alle so leicht mit ihr. Sie sucht nach starkem Schutz.
Sie versucht sich von ihrer Vergangenheit zu lösen, endlich allein zu entscheiden, aber es sind erste, kleine Schritte....
Deswegen akzeptiert sie auch am Ende, daß sie mit Raoul gehen soll. Ob sie es wirklich will, ist eine andere Sache...Sie hat alles in allem zu wenig Zeit um sich über ihre Gefühle klar zu werden, und da sie nie gelernt hat Entscheidungen allein zu treffen, passiert alles so. Auf ihr lastet soviel und soviele neues zu verarbeiten - und alles so allein.

Ich kann es sehr gut nachvollziehen, ich kann schon gut Entscheidungen allein treffen, aber ich sehne mich auch oft nach einer "schützenden und starken Hand".
Wahrscheinlich liegt mir deshalb diese Szene so sehr :-)

[Bearbeitet am 2-1-2007 von ParisOpera]
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Beitragvon E.M.K. » 02.01.2007, 17:54

Nun ja, mir liegt die Rolle des starken Beschützers wesentlich besser, deshalb kann ich mich schlecht in Christine hineinversetzen.
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Beitragvon ParisOpera » 02.01.2007, 18:10

So findet sich jeder in der einen oder anderen Rolle wider :-)
Ich finde mich sowohl in Rollen wie Christine, aber auch in Rollen starker Personen..aber Christine spiegelt viel wider...
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Beitragvon sashayesha » 08.07.2007, 19:53

Hmhmhm...
Das Phantom hält es in der Friedhofsszene auf jeden Fall für möglich, dass Christine abhauen, oder sich zumindest irgendwie gegen ihn wehren würde, wenn er einfach so auf sie zukäme. Weshalb sollte er sonst seine mad hypnosis skills gegen sie einsetzen? Der Romantik halber vielleicht, aber da glaub ich irgendwie nicht dran.
Christine lässt sich ihrerseits sicher auf die Hypnose ein, aber ich glaube, das geschieht eher unbewusst. Sollte sie sich bewusst für das Phantom entschieden haben, dann aus dem Affekt heraus. Sonst hätte sie anders auf Raouls Auftauchen reagiert.

In Sachen 'Was-wäre-wenn?' biete ich mal einen Alternativvorschlag zu 'Sie geht mit dem Phantom und alles wird gut' an:
Ich denke, sie würde sich von ihm in den Arm nehmen (oder zumindest irgendwie berühren) und trösten lassen. Vielleicht würde sie ihm auch ein bisschen was über ihren Vater und sich erzählen, also, was sie am meisten vermisst und so.
Möglicherweise würde sie sich dafür entschuldigen, dass sie ihm seinerzeit die Maske runtergerissen hat (und indem sie dem Phantom gestattet, sie zu berühren, würde sie auch gleich signalisieren, dass sie sein Gesicht aushalten kann, solange sie es nicht sehen muss).
Sie hätte sich danach sicher auch vom Phantom bis zur Oper mitnehmen lassen; aber sie wäre garantiert nicht mit runter ins Lair gegangen; so weit würde ihr Vertrauen kaum reichen.
Für wahrscheinlicher halte ich, dass sie sich bedankt, dass er da war, und vielleicht fragt, ob er beim nächsten Mal (in der nächsten Woche?) wieder mitkommt. Dann noch ein 'Machs gut, bis zur nächsten Gesangsstunde', ein Lächeln und ab rauscht die Dame, das Phantom in einer glückseligen 'Höhö, durfte grapschn und näxtes Mal darfsch wieda mit, höhö...'-Stimmung zurücklassend.

Um zu erklären, warum ich nicht denke, dass Christine dem Phantom nicht genug vertraut:
Die erotische Anziehung, die bei MOTN zwischen den beiden bestanden hat, ging zu einem großen Teil aus der Situation hervor, und nicht daraus, dass Christine wirklich wusste, was sie tat. Ich denke, sie wird das selbst auch ganz richtig einschätzen können, sofern sie nicht ganz verblödet ist. MOTN war sowas, das 'halt so passiert' ist; wie außerehelicher Verkehr auf einer Betreibsfeier.
Es war intim, es war schön, aber das Gegenüber bleibt ein (relativ) Fremder, und im verkaterten Licht des nächsten Morgens (und wenn die Demaskierung keinen Kater darstellt, weiß ich nicht, was ein Kater sein könnte) stellt man fest, dass man möglicherweise eine grooooße Dummheit begangen hat und drei bis zehn Gänge zurückschalten sollte.
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Beitragvon ParisOpera » 09.07.2007, 21:11

Vielleicht hätte es dann auch keinen Final Lair gegeben, wenn sich am Friedhof andere Dinge ergeben hätten. Es wäre auch die Chance für Erik gewesen, in dem er einfach nur für sie da ist (aber er wusste es einfach noch nicht besser).
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Beitragvon sashayesha » 10.07.2007, 11:06

Klingt wahrscheinlich. Also, dass das Final Lair zumindest etwas anders ausfällt bzw. sich anders anbahnt.
Der Friedhof würde auf jeden Fall eine Nähe zwischen Christine und dem Phantom erzeugen, und Raum für viel weitere Interaktion schaffen.
Ist halt die Frage, ob es dann nicht so gelaufen wäre wie bei Kay.
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Beitragvon ParisOpera » 10.07.2007, 18:09

Originally posted by sashayesha
Klingt wahrscheinlich. Also, dass das Final Lair zumindest etwas anders ausfällt bzw. sich anders anbahnt.
Der Friedhof würde auf jeden Fall eine Nähe zwischen Christine und dem Phantom erzeugen, und Raum für viel weitere Interaktion schaffen.
Ist halt die Frage, ob es dann nicht so gelaufen wäre wie bei Kay.


Was genau meinst du wie bei Kay?
Ja vielleicht hätte der Final Lair auch ganz anders ausgesehen bzw wäre anders entstanden...
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Beitragvon sashayesha » 10.07.2007, 18:17

Mit 'wie bei Kay' meine ich, dass das Phantom und Christine nach einer Friedhofsszene ohne Raoul vielleicht die Gelegenheit bekommen hätten, einander besser kennenzulernen, dass es am Ende aber doch darauf hinausgelaufen wäre, dass Christine das Phantom verrät und es zu einem Final Lair kommt.


EDIT: Unter dem Vorzeichen des Kronleuchtersturzes, den man als Mordanschlag auf oder zumindest große fahrlässige Gefährdung auf Christine(s) ansehen muss, wird klar, warum das Phantom hier die Hypnose rausholt...
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Beitragvon ParisOpera » 10.07.2007, 19:38

Aber vielleicht war es auch gut, daß Raoul aufgetaucht ist. Sie hätte ihn vielleicht dafür gehasst, daß er sie so gelockt hat. Ein Final Lair war unausweichlich.
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Beitragvon Anny » 15.07.2007, 12:59

Auch wenn so ein Final Lair nicht zwangsläufig dazu führen muss, dass das Phantom derartig austitscht und nur diese eine Möglichkeit (Raouls Tod) sieht, um Christine bei sich zu halten. Denn das ist ja quasi eine zugegebene Niederlage: Er kann nicht gegen Raoul ankommen, also muss er ihn aus dem Weg schaffen. Ich behaupte jetzt mal: Hätte er auf dem Friedhof einfühlender reagiert, hätte er im Final Lair Raoul nicht als Druckmittel einsetzen müssen.
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Beitragvon ParisOpera » 15.07.2007, 13:38

Ja aber da er es einfach nicht besser wusste, tat er was seiner Meinung nach richtig war. Er versucht sie mit Magie zu halten. Diesen Fehler und auch andere sieht er ja später ein.
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Beitragvon ChristineFan » 15.07.2007, 13:45

Wie gesagt, er ist noch soo unerfahren mit solchen Sachen...
Wenn man immer in Einsamkeit lebt ist das ja wohl auch kein Wunder!
Du ahnst als Medium, was ist und scheint
Mensch und Mysterium...
...in Dir vereint...
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Beitragvon sashayesha » 19.04.2010, 17:28

Ich glaube nicht, dass Unerfahrenheit in Liebesdingen eine Entschuldigung für gemeingefährliches Verhalten darstellt.

@ParisOpera: Nach dem Kronleuchterwurf kann das Phantom bei Christine eigentlich nichts mehr versauen, glaub ich.
Gut an Raouls Auftauchen - so würde ich das sehen - war, dass es verhindert hat, dass Christine beim Phantom landet, ohne dass irgendwer weiß, wo sie ist. Seit dem Kronleuchteranschlag hat es sich immerhin nicht mehr gemeldet, und wer würde schon damit rechnen, dass sich unser kleiner Terrorist auch mal aus seinem Revier herauswagt?
Spuren eines Kampfes hätte es am Friedhof sicher nicht gegeben, nach einer Manipulation am Grab hätte niemand gesucht... Christine wäre einfach futsch gewesen, bis das Phantom entschieden hätte, sie nochmal rauszulassen - sofern es das überhaupt getan hätte.
Schlecht an Raouls Auftauchen ist, dass er mit seinem Verhalten weiteres Öl ins Feuer gießt. Das Phantom unterliegt ihm in Liebesdingen ein weiteres Mal, sein schlauer Plan wird vereitelt. Darauf kann eigentlich nur noch ein Eklat folgen, darin stimme ich dir zu.

@Anny: Sicher, vom Verhalten des Phantoms hängt ab, ob sich Christine versucht sieht, es zu hintergehen oder nicht, was wiederum festlegt, ob es austitscht oder nicht.
Vielleicht hätte das Phantom nochmal Chancen bei Christine gehabt, wenn es sich für das Ding mit dem Leuchter aufrichtig entschuldigt und sie dann getröstet hätte.
Allerdings hat der Jähzorn ja gerade an sich, dass er unkontorllierbar ist. Somit kann das Phantom viel versprechen, wenn der Tag lang ist; ob es seine Versprechen hält, steht auf einem anderen Blatt.
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Lucienne » 30.08.2010, 16:26

für mich ist der knackpunkt der geschichte (vom musical aus betrachtet) der moment, in dem erik jospeh buquet erhängt. da scheint christine zum ersten mal zu begreifen, dass er gefährlich ist. und dieses bewusstsein führt meiner meinung nach dazu, dass sie beginnt, ihn überhaupt nicht lieben zu können. im film gestehen sich raoul u christine daraufhin ihre liebe.

raoul tröstet sie und hilft ihr aus ihrer verzweiflung. als erik die beiden dann belauscht, geht es für ihn nur noch bergab.
am meisten hat mich die stelle im film berührt, bei dem lied "twisted every way" als christine singt "mir graut vor seinem kuss". diese abscheu hatte sie schon lange in sich und überwindet sie nie ganz.
deshalb denke ich, dass erik und christine sowieso nie ein paar hätten werden können. auch deshalb, weil erik sicher zu keiner partnerschaft im stande gewesen wäre.
das heißt meiner meinung nach, raoul hin oder her, das phantom und christine - das hätte nie hingehauen.

lg
lucienne
In the clearing stands a boxer
And a fighter by his trade
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Anny » 19.11.2010, 21:07

Also wenn nicht Raoul, dann ein anderer? Sicherlich auch interessant wenn im Sequel dann ein dritter aufgetaucht wäre und sich Raoul und Erik quasi hätten verbünden können ;-)
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon E.M.K. » 22.11.2010, 10:50

So was ähnliches gibt es in einem Film. http://www.imdb.com/title/tt0036261/
Da streiten sich 3 Männer um Christine - das Phantom, Raoul (hier ein Polizist) und ein Sänger. Die eigentliche Konkurrenz liefern sich der Polizist und der Sänger. Christine lässt im Endeffekt alle beide sitzen und entscheidet sich für ihre Karriere.
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Lucienne » 22.11.2010, 13:09

hats nicht mal die überlegung gegeben, dass philippe auch was von christine wollte, und sich zwischen den brüdern eine eifersuchtsszene abgespielt haben könnte...
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Anny » 22.11.2010, 13:19

In dem von dir verlinkten Film, EMK, ist das Phantom auch Christines Vater. Nur wurde die betreffende Szene im finalen Cut entfernt, sodass man das heute nur noch aus den Angaben und Skripten zum Film erfährt. Ich meine darüber haben wir irgendwo schonmal im rains-Filmthread gesprochen.

Aber die Eifersuchtsszene zwischen Philippe und Raoul wird bei Leroux angesprochen. Ich glaube damit sollte das Verschwinden von Raoul erklärt werden und Philippes Tod.
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Rossignol » 26.06.2012, 19:15

Ich denke, wenn Raoul in der Friedhofsszene nicht aufgetaucht wäre, wäre Christin mit dem Phantom mitgegangen. Er hätte sie wieder mit unter die Oper genommen und behalten, allerdings gegen ihren Willen, sobald sie sich der Situation bewusst wird. Die Gefahr sie wieder gehen zu lassen und zu verlieren, hätte er nicht nochmal auf sich genommen.

Mal eine andere Frage zu "Was wäre wenn Raoul nicht aufgetaucht wäre..."
Im Film (2004) taucht er ja gerade auf, als Christin Erik sagt: "This haunted face holds no horror for me now. It´s in your soul, that the true distortion lies."
Das Phantom bekommt dabei einen Gesichtsausdruck, der verät, dass der Kommentar angekommen ist... wahr ist... das Phantom wirkt in diesem Moment nicht mehr wütend, gefährlich oder total verzweifelt...sondern eher verletzlich, traurig, sehr jung...dann kommt ja eigentlich Raoul und wir haben das "starke, unnahbare, gemeine, verzweifelte, verrückte..." Phantom.
Wenn Raoul nicht gekommen wäre, wie hätte sich diese Szene weiter entwickelt? Was meint ihr?

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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Anny » 20.08.2012, 20:15

Ist das nicht auf der Bühne auch so? Immerhin ändert sich die Stelle wann Raoul im Final Lair auftaucht schonmal nicht.
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon la mort-aux-rats » 20.08.2012, 20:26

Japp, das ist auf der Bühne auch so. Vermutlich wäre das Phantom aber auch ohne Raouls Auftauchen nicht gerade freundlich zu Christine geblieben. Ich meine, sie bescheinigt ihm quasi einen Psychoschaden mit ihren Worten - und ob er in seiner ohnehin schon aufgebrachten Stimmung damit umgehen kann? Ich wage es zu bezweifeln. Wahrscheinlich hätte er sie angebrüllt nach dem Motto "Ach ja?! Aber dein Raoul ist normal, oder so?!".
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon Timebird » 20.09.2012, 07:04

Führe jetzt hier einfach mal die Spekulationen weiter.

Was meint ihr denn wäre passiert, wenn Raoul im Final Lair nicht auftaucht? Er platzt ja doch in eine recht intime Situation zwischen Erik und Christine. Gerade als die zwei sich zumindest etwas näher kommen, Erik gibt einen Teil seiner Vergangenheit preis und Christine erklärt "this haunted face holds no horrors for me now...".
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Re: Was wäre wenn... (Raoul nicht auftaucht)

Beitragvon la mort-aux-rats » 20.09.2012, 08:13

Hmmm... gute Frage. Allerdings meine ich, dass man die Fortsetzung der Zeile auch mit in Betracht ziehen müsste, nämlich "it's in your soul that the true distortion lies". Das ist ja auch nicht gerade so schmeichelhaft, immerhin bescheinigt Christine dem Phantom hiermit, dass er quasi ein wenig gestört ist.
Ich denke, es hätte sich vielleicht ein weiteres "Gespräch" entwickelt, d.h., das Phantom hätte Christine vermutlich noch eine ganze Weile angeschrien und ihr Vorhaltungen gemacht. Irgendwann hätte er sich dann bestimmt beruhigt und es wäre dann ein vernünftiges Gespräch stattfinden können. Möglicherweise hätte Christine ihn sogar überzeugen können, dass eine Entführung nichts bringt und wenn sie Glück hat, hätte er sie auch gehen lassen. Oder eben auch nicht, weil er zu sehr die Konkurrenz in Raoul fürchtet.
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